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Zollbeamte, Polizei und Apartheid

Gestern kam im Fernsehen mal wieder ein Bericht über Zollkontrollen. Da war zum Beispiel zu sehen, wie an der Schweizer Grenze zwei martialische Zollbeamten in einer Art paramilitärischer Kampfmontur einen Deutschen kontrollierten, welcher ihnen verdächtig vorkam – weiß, männlich, allein im Auto unterwegs und nicht aus einem der angrenzenden Landkreise. Dieser Typ war tatsächlich blöd genug, eine Dose Pfefferspray und einen kleinen Knüppel offen im Auto herumliegen zu haben, und wurde daher gleich anschließend einer Sonderbehandlung unterzogen. Obwohl der trotz Pfefferspray und Knüppel offensichtlich völlig harmlos war, auch so submissiv gegenüber den Beamten, wie man das von den meisten Biodeutschen erwarten darf, wurde er trotzdem wie ein gemeingefährlicher Schwerverbrecher behandelt. Der mußte von dem einen Zollbeamten bewacht an einem Fleck stehenbleiben, während der andere die Karre „oberflächlich“ durchsuchte, und danach wurde die Karre dann zu einer zweiten „gründlichen“ Untersuchung in eine Garage nahebei verbracht ...

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Die linken Spießer bei der CDU

Wie sehr bei den 68ern und ihrer Gefolgschaft im Geiste doch der widerliche alte autoritäre Spießer hervorsieht, wurde mir gestern abend beim Fernsehen (obwohl ich ja bekanntlich weder Radio noch TV noch Computer besitze) mal wieder so richtig klar. Da ging es um ein unsägliches Wahlplakat einer Politikerin namens Vera Lengsfeld, Bundestagskandidatin der CDU im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, die sich auf diesem Plakat – zusammen mit dem bereits bekannten Busenbild der Frau Kandesbunzler – ebenfalls mit tiefem Ausschnitt ausgestattet spreizt.

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Besuch bei einer russischen Schmalspurbahn

Die deutschen 750 mm-Schmalspurbahnen, wie die Weißeritztalbahn oder der „Rasende Roland“, sind wohl den meisten hiesigen Eisenbahnfreunden ein Begriff. Auch die österreichischen Schmalspurbahnen auf 760 mm (der „bosnischen Spurweite“), wie die Zillertalbahn oder die Waldviertler Schmalspurbahn, dürften den meisten bekannt sein; schon weniger kennen die in Tschechien, wie die in Jindřichův Hradec und die in Třemešná ve Slezsku. Recht exotisch bereits muten vielen hiesigen Eisenbahnfreunden die Schmalspurbahnen in Polen, in Jugoslawien, in Ungarn, in der Slowakei und in der Ukraine an. Und kaum jemandem hier bei uns ist bekannt, daß auch in Rußland eine große Zahl von 750 mm-Bahnen existierte, von denen einige noch in Betrieb sind.

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Moldauer Bergbahn – Krušnohorská železnice

Endlich war einmal Gelegenheit, der sowohl technisch besonders interessanten wie auch landschaftlich äußerst reizvollen Eisenbahnstrecke Most – Osek – Moldava (Brüx – Ossegg – Moldau) in Tschechien, auch genannt Teplitzer Semmering, Moldavská horská dráha (Moldauer Bergbahn) oder Krušnohorská železnice (Erzgebirgsbahn), einen Besuch abzustatten. Die Strecke hatte einst vor allem Bedeutung für den Transport von Kohle, das heißt wohl Briketts, aus dem nordböhmischen Revier nach Sachsen. Seit 1945 endet die Strecke leider in Moldava; auf sächsischer Seite geht es in Holzhau, wenige Kilometer von Moldava entfernt, weiter nach Freiberg und ursprünglich noch bis Nossen. Der Name Moldava/Moldau hat übrigens nichts mit dem Fluß Moldau zu tun, welcher ganz Böhmen und auch Prag durchfließt; dieser heißt auf tschechisch Vltava.

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Eisenbahn-Archäologie in der Lausitz: Neupetershain – Welzow – Haidemühl

Besonders angetan haben es mir als Eisenbahnfreund verschiedene Strecken in der Nieder- und der Oberlausitz, wie zum Beispiel die Strecke Neupetershain – Welzow – Proschim-Haidemühl – Bluno – Bergen – Hoyerswerda. Eröffnet worden war diese Nebenbahn am 01.07.1907; der Abzweig Proschim-Haidemühl – Jessen – Roitz – Spremberg-West kam bis 01.04.1908 dazu. Näheres über die Geschichte ist bei Sachsenschiene und bei Bahnstrecken in Brandenburg nachzulesen.

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Brikettfabriken Witznitz und Roßbach

Am 16. und 17.10.2008 führte mich der Weg nach Sachsen und Sachsen-Anhalt, zwar eigentlich auf den Spuren der Wasserkraft, doch kam ich auch an zweien der inzwischen sehr selten gewordenen alten Brikettfabriken vorbei. Zuerst an der Brikettfabrik Witznitz bei Borna in Sachsen, die ich bis jetzt nur von Bildern kannte.

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